Philosophie "Fair pay... please!"
Die Bezahlung von bestellten und gelieferten Gütern und Dienstleistungen bildet die Grundlage des Handels. Ohne Bezahlung - kein Handel. Doch Bezahlen allein genügt nicht, die Zahlung muss auch pünktlich erfolgen. Sobald Güter und Dienstleistungen geliefert worden sind, ist das geschuldete Geld Eigentum des Lieferanten - das Geld über die Zahlungsfrist hinaus zurückzubehalten ist moralisch inakzeptabel. Der Zahlungsverzug ist außerdem für die Unternehmen auch wirtschaftlich schädlich und eine der Hauptursachen für Insolvenzen... Viele dieser Firmen arbeiten gewinnbringend, werden jedoch durch langsame Zahler finanziell ausgehungert.

Die moderne Wirtschaft funktioniert fast ausschliesslich auf Kreditbasis und der Kredit beruht auf dem Zahlungsversprechen des Kunden. Wird dieses Versprechen gebrochen, bricht das gesamte System zusammen und richtet gravierenden Schaden an. Die Verwendung von unredlichen oder rechtswidrigen Methoden zur Eintreibung von geschuldetem Geld ist jedoch ebenfalls unzulässig. Und es ist wirtschaftlich ungesund - es verstärkt das Misstrauen zwischen Schuldner und Gläubiger, was nicht selten zur Beendigung der Geschäftsbeziehungen führt. Intrum Justitia hat sich zum Ziel gesetzt, das Prinzip des "Fair pay... please!" zu fördern.

Fairness gegenüber dem Gläubiger

1. Fristgerechte Bezahlung: Werden Güter und Dienstleistungen wie vereinbart geliefert, hat der Lieferant den moralischen und rechtlichen Anspruch auf prompte Zahlung.
2. Sofortige Benachrichtigung: Fechtet der Schuldner die Zahlung an, muss der Lieferant unverzüglich über die Gründe unterrichtet werden.
3. Entschädigung für Zahlungsverzug: Trifft die Zahlung mit Verspätung ein, hat der Gläubiger das Recht auf Rückerstattung der Kunden-Mahnkosten, die ihm infolge des Schuldnerverzugs entstanden sind.

Fairness gegenüber dem Schuldner

1. Respektvolle Behandlung: Der Schuldner hat das Recht auf eine faire Behandlung, ohne durch illegale Druckmittel und Taktiken zur Zahlung gedrängt zu werden.
2. Zahlungsmöglichkeit: Es liegt im Interesse aller, dass der Schuldner die Möglichkeit erhält, seine Schulden zu begleichen und somit seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Rolle Intrum Justitia's besteht darin, auf die Einhaltung des Leitgedanken "Fair pay... please!" zu achten und als verlässlicher Vermittler zwischen Schuldner und Gläubiger aufzutreten. Die treibende Kraft hinter dem Vorgehen Intrum Justitia´s ist das vorgerichtliche Inkasso. Zuerst wird der Schuldner schriftlich oder telefonisch höflich auf die pünktliche Erfüllung seiner Zahlungspflicht aufmerksam gemacht. Es wird ihm die Möglichkeit geboten, die Schuld zu begleichen. Besteht ein begründeter Einspruch oder ein echtes Zahlungsproblem, wird der Schuldner aufgefordert, sich mit Intrum Justitia in Verbindung zu setzen. Der Schuldner hat so die Möglichkeit, die Situation aus seiner Sicht aufzuzeigen. Erst nach Anwendung dieser motivierenden, gütlichen Methode unternimmt Intrum Justitia rechtliche Schritte, falls der Schuldner sich als unnachgiebig erweisen sollte.

Damit der Gedanke des "Fair pay... please!" auch wirklich in die Tat umgesetzt werden kann, spielt die Regierung eine wichtige Rolle. Sie muss die Voraussetzung, nämlich das Vorhandensein einer gerechten Gesetzgebung, erfüllen damit es dem Gläubiger möglich ist, sein Recht auf pünktliche Zahlung sowie Rückvergütung bei Zahlungsverzug entstandener Zinsen und Inkassokosten geltend zu machen. Da auf der anderen Seite der Gleichung zahlreiche Gläubiger ihre Schulden einer Drittpartei weitergeben, ist es wichtig, dass strenge Inkassovorschriften bestehen, um eine gerechte, moralische Behandlung der Schuldner zu gewährleisten.

Die Vorzüge der Philosophie "Fair pay... please!" sind eindeutig: Der Gläubiger erhält umgehend sein Geld sowie die Entschädigung für den Zahlungsverzug. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die guten persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zum Schuldner auch in Zukunft aufrechterhalten werden können. Der Schuldner erhält die Möglichkeit, auf gütlichem Wege seine Schulden zu begleichen und sein Gewissen zu erleichtern, ohne ein Gerichtsurteil gegen sich zu haben. Unternehmen und Einzelpersonen profitieren im Allgemeinen von der Aufrechterhaltung der Kredit- und Zahlungsprinzipien, was die Kaufkraft erhöht und einen blühenden Handel ermöglicht.




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